Der ehemalige OpenAI-Forscher und Mitentwickler von ChatGPT, Aleksander Madry, wird neuer Chief Scientist im kürzlich gegründeten Superintelligence-Labor von Meta. Der Wechsel markiert einen bedeutenden Schritt im KI-Wettlauf der großen Tech-Konzerne.
Aleksander Madry verstärkt Metas KI-Offensive
Meta hat mit Aleksander Madry eine der renommiertesten Persönlichkeiten der KI-Forschung für sich gewonnen. Der Informatikprofessor vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) war zuletzt bei OpenAI tätig, wo er maßgeblich an der Entwicklung von ChatGPT beteiligt war. Nun soll er bei Meta die Forschung zur sogenannten „Superintelligenz“ vorantreiben – also zu Systemen, die in ihrer Intelligenz den Menschen übertreffen könnten.
Madry übernimmt die wissenschaftliche Leitung des Superintelligence-Labors, das im Januar ins Leben gerufen wurde und aktuell rund 100 Fachleute beschäftigt. Meta strebt laut eigenen Angaben an, bis Ende 2025 eines der leistungsfähigsten KI-Modelle der Welt zu entwickeln.
Meta setzt auf langfristige Grundlagenforschung
Das Unternehmen um CEO Mark Zuckerberg hat in den vergangenen Monaten Milliardenbeträge in die Weiterentwicklung generativer KI investiert – mit Fokus auf Open-Source-Modelle und skalierbare Systeme. Madrys Verpflichtung gilt in Fachkreisen als Signal dafür, dass Meta stärker in die tiefergehende KI-Fundamentalforschung einsteigen will.
„Wir stehen an einem Wendepunkt“, sagte ein Sprecher von Meta intern. „Madry bringt nicht nur wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch strategisches Denken in unsere Organisation.“
Konkurrenz mit Google, OpenAI und Anthropic
Mit dem neuen KI-Labor positioniert sich Meta im Wettstreit mit anderen Schwergewichten wie OpenAI, Google DeepMind und Anthropic. Diese Unternehmen arbeiten ebenfalls an sogenannten „Frontier Models“ – KI-Systemen der nächsten Generation mit potenziell weitreichenden Fähigkeiten.
Aleksander Madry bringt dabei nicht nur Forschungskompetenz, sondern auch Erfahrung in ethischen Fragen mit: Am MIT leitete er ein Zentrum für verantwortungsvolle KI. Ob Meta diese Linie fortführt oder den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und Skalierung legt, bleibt abzuwarten.
Ein Wissenschaftler mit Profil
Madry ist in Fachkreisen für seine Arbeiten zur Robustheit und Erklärbarkeit von KI-Modellen bekannt. Sein Wechsel zu Meta zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Exzellenz für die nächste Phase der KI-Entwicklung wird.
„KI ist längst kein reines Technologie-Thema mehr. Sie beeinflusst Gesellschaft, Politik und Wirtschaft grundlegend“, sagte eine Branchenanalystin. „Die Frage ist nicht mehr, ob Superintelligenz kommt – sondern, wer sie zuerst verantwortungsvoll nutzbar macht.“



