Strategiewechsel in der Websuche: Kreatum AI lanciert Plattform für Answer Engine Optimization

Technik Radar

Der Aufstieg von KI-Diensten wie ChatGPT, Google Gemini und Perplexity verändert grundlegend, wie Informationen im Internet konsumiert werden. Anstatt klassischer Linklisten liefern diese Systeme direkte Antworten, wodurch traditioneller Suchverkehr zunehmend durch KI-generierte Inhalte ersetzt wird. Vor diesem Hintergrund hat das schwedische Unternehmen Kreatum AI unter der Leitung von Amir Chamsine mit „AEOmotor“ eine spezialisierte Plattform für Answer Engine Optimization (AEO) entwickelt, um die Sichtbarkeit von Marken in der Ära der Antwortmaschinen zu sichern.

Von der Suchmaschine zur Antwortmaschine

Die Logik der Informationsbeschaffung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während herkömmliche Suchmaschinen Webseiten nach Relevanz ordnen, fungieren KI-Systeme primärt als Selektoren von Quellen. Sichtbarkeit wird künftig nicht mehr allein durch Klicks definiert, sondern durch die Frage, ob Inhalte von Sprachmodellen verstanden, ausgewählt und korrekt zitiert werden.

AEOmotor setzt an diesem Punkt an und verfolgt einen deterministischen, faktenbasierten Ansatz. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, präzise zu analysieren, ob und wie ihre Marke in KI-Antworten erscheint. Dabei verzichtet das System auf Spekulationen und liefert stattdessen konkrete Daten darüber, welche Informationen fehlen und welche technischen Maßnahmen notwendig sind, um als vertrauenswürdige Quelle für KI-Modelle eingestuft zu werden.

Strukturierte Analyse in drei Kernbereichen

Um Organisationen bei der Umstellung auf das neue Informationslandskap zu unterstützen, ist AEOmotor in drei funktionale Bereiche unterteilt. Das Modul „AEOmotor“ übernimmt das Audit und die Analyse der Webseite in einem vierstufigen Prozess, der die Schritte Prüfung, Verständnis, Korrektur und Verifizierung umfasst.

Ergänzt wird dies durch den „AEO-Monitor“, der die Sichtbarkeit in KI-Antworten über einen längeren Zeitraum verfolgt und einen direkten Vergleich mit Wettbewerbern ermöglicht. Der „AEO-Generator“ konzentriert sich schließlich auf die technische Optimierung, indem er beispielsweise strukturierte Datenformate wie JSON-LD für FAQ-Schemata erstellt. Diese Formate sind entscheidend, um die Zitierfähigkeit von Inhalten für Algorithmen zu erhöhen.

Strategische Kontrolle statt Spekulation

Ein zentrales Element der Plattform ist der KI-Assistent „Elmer“, der Nutzer ohne tiefgreifendes technisktes Vorwissen durch die Analysen führt. Damit soll sichergestellt werden, dass AEO als strategische Disziplin in allen Abteilungen eines Unternehmens verankert werden kann. Kreatum AI reagiert damit auf den Bedarf an klaren Strategien und Priorisierungen in einem Umfeld, das sich technologisch sehr schnell entwickelt.

„Sichtbarkeit in KI-Antworten muss messbar sein, ohne Raum für Spekulationen. Entweder man wird erwähnt oder nicht“, erklärt Amir Chamsine, Gründer von Kreatum AI. Die Plattform befindet sich nach einer erfolgreichen Pilotphase bereits im Einsatz bei ersten zahlenden Kunden und führt Gespräche mit nationalen sowie internationalen Akteuren. Ziel ist es, die Kontrolle über die eigene Präsenz zurückzugewinnen, wenn direkte Antworten zunehmend den klassischen Klick ersetzen.