Wir testen das neue Google Pixel 10: helles 120-Hz-Display, Triple-Kamera mit 5× Zoom und starke KI-Funktionen. Besser als iPhone 17 und Galaxy S25 Ultra?

Test des Google Pixel 10 – Ein leises, aber großes Upgrade?

Technik Radar

Mitten in der diesjährigen Flut von Smartphone-Neuvorstellungen sticht Googles neue Pixel-10-Serie heraus. Sie will die Spitze des Marktes erobern – und vielleicht sogar eingefleischte iPhone-Nutzer zum Wechsel bewegen. Unsere Redaktion hat das Pixel 10 eine Woche lang im Alltag getestet und dabei auch einen Blick auf die Schwestermodelle Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL geworfen.

Vorteile

  • Extrem helles 120-Hz-OLED-Display (bis zu 3000 Nits)
  • Starkes Triple-Kamerasystem mit 5× Tele (Pro-Modelle mit bis zu 100× Digitalzoom)
  • Schlanke Android-16-Erfahrung mit 7 Jahren Updates
  • Umfangreiche KI-Features (Google Gemini, Magic Cue, Camera Coach u.a.)
  • Integrierter Pixel-Snap-Magnet für Qi2-Laden und MagSafe-Zubehör
  • Sehr gute Akkulaufzeit (4970 mAh für rund 2 Tage normale Nutzung)

Nachteile

  • Leistung spürbar schwächer als bei Top-Chips (vor allem bei Games)
  • Manche KI-Funktionen werden erst per Update nachgereicht
  • Digitalzoom über 5× verliert an Qualität beim Basismodell
  • XL-Variante ist groß und gehört zu den schwereren Flaggschiffen
Das Unboxing war sehr interessant. Das Telefon kommt in einer papier- bzw. kartonähnlichen Verpackung, die schlicht, aber elegant wirkt.
Wir wissen nicht, ob die Verpackung Nachhaltigkeit widerspiegeln soll, aber es wirkt so, als wolle Google genau das vermitteln.
Und nun zum spannenden Teil – die Folie von dem Telefon abzuziehen.
Unter dem Gerät liegt ein USB-C-Ladekabel, das dem EU-Standard entspricht. Außerdem gibt es Anleitungshefte und eine Nadel, um den SIM-Kartenschacht zu öffnen. Es ist möglich, zwei Nano-SIMs einzusetzen, doch das Telefon lässt sich auch problemlos ausschließlich mit eSIM nutzen.

Design und Verarbeitung

Das Pixel 10 setzt die klare Designsprache der Serie fort. Rückseite aus mattem Glas, Aluminiumrahmen und die markante Kameraleiste, diesmal mit zusätzlicher Linse. In einigen Regionen (z. B. USA) gibt es nur eSIM, in Europa bleibt das SIM-Fach erhalten. Das Gerät ist nach IP68 wasser- und staubgeschützt.

Neu ist Pixel Snap – Googles Antwort auf MagSafe. Durch den Qi2-Standard haften magnetische Ladegeräte und Zubehör wie Kartenhalter oder Autohalterungen zuverlässig. Für Umsteiger vom iPhone ein echtes Plus.

Das Basismodell mit 6,3″ liegt angenehm in der Hand. Das Pixel 10 Pro ist ebenfalls 6,3″ groß, während das Pixel 10 Pro XL mit 6,8″ deutlich massiver wirkt. Alle Modelle sind mit Gorilla Glass Victus 2 geschützt und wirken sehr hochwertig.

Das Basismodell hat eine Rückseite aus Glas, eingefasst in Aluminium.
Das Basismodell hat eine Rückseite aus Glas, eingefasst in Aluminium.

Display

Das Pixel 10 besitzt ein 6,3″ Actua OLED mit adaptiven 120 Hz. Mit bis zu 3000 Nits gehört es zu den hellsten Panels auf dem Markt. Farben sind kräftig, ohne überzogen zu wirken, die Kalibrierung ist sehr stimmig.

Anders als beim iPhone 17 mit LTPO-Panel reicht die Bildwiederholrate nicht bis auf 1 Hz herunter, sondern wechselt zwischen 60–120 Hz. Always-On-Display ist damit etwas weniger effizient, die großzügige Akkukapazität gleicht das aber aus.

Leistung, Software und KI

Im Inneren arbeitet der Tensor G5 (3 nm). Laut Google bietet er +34 % CPU und +60 % KI-Leistung gegenüber dem Vorgänger. Im Alltag läuft alles flüssig, nur High-End-Games profitieren spürbar mehr von Apples A19 oder Qualcomms Snapdragon 8 Gen 3. Mit 12 GB RAM meistert das Basismodell Multitasking problemlos.

Das Pixel 10 läuft mit Android 16 in der aufgeräumten Pixel-Version. „Material You“ ermöglicht viele Design-Anpassungen. Besonders spannend sind die neuen KI-Features:

  • Gemini als intelligenter Assistent mit mehr Kontextverständnis
  • Magic Cue schlägt automatisch nächste Schritte vor
  • Camera Coach gibt Live-Tipps zur Bildkomposition

Viele dieser Funktionen werden über Updates noch ausgebaut. Mit 7 Jahren Updates (OS, Sicherheit und Features) bleibt das Gerät lange aktuell.

Kamera – das große Plus

Zum ersten Mal erhält auch das Basismodell ein Triple-Kamerasystem:

  • 48 MP Hauptkamera mit Makrofokus
  • 12 MP Ultraweitwinkel (120°)
  • 10,8 MP Tele mit 5× optischem Zoom

Damit rückt es deutlich näher an die Pro-Modelle heran. Bis 5× liefert es gestochen scharfe Ergebnisse, bis etwa 20× ist der Super-Res-Zoom noch brauchbar.

Die Frontkamera bietet 10,5 MP und natürliche Hauttöne. Entsperrt wird per Gesichtserkennung oder ultraschnellem Fingerabdrucksensor im Display. Google Fotos liefert Funktionen wie Best Take, Magic Eraser und KI-gestützte Bildverbesserung per Sprachbefehl.

Wir haben die Kamera in verschiedenen Umgebungen getestet und ein Testfoto gemacht, um die Farben sowie die Zoomleistung auf Objekte zu prüfen. Dabei fiel uns ein Boot in weiter Ferne auf, auf das wir herangezoomt haben. Das Ergebnis sehen Sie unten.
Angesichts der großen Entfernung des Bootes war das Ergebnis beeindruckend.

Pixel 10 Pro und 10 Pro XL – die Unterschiede

Wir konnten die Pro-Modelle nur kurz im Store ausprobieren. Laut Datenblatt bieten sie:

  • 50 MP Hauptkamera, 48 MP Ultraweitwinkel mit Makro, 48 MP Tele (5×, bis 100× Pro Res Zoom)
  • 42 MP Selfie-Kamera mit 4K-Video
  • Super Actua-Display mit bis zu 3300 Nits (6,3″ beim Pro, 6,8″ beim XL, LTPO 1–120 Hz)
  • 16 GB RAM, bis zu 1 TB Speicher
  • 4870 mAh (Pro), 5200 mAh (XL), Schnellladen bis 45 W, beim XL kabellos bis 25 W Qi2.2

Ein Jahr Google AI Pro ist inklusive. Wer das Maximum an Zoom, Selfies und Videofunktionen will, greift zum Pro – für die meisten reicht jedoch das Basismodell völlig aus.

Akku und Laden

Das Pixel 10 bringt 4970 mAh mit und hält laut Google „30+ Stunden“ durch. In der Praxis kommt man bei normaler Nutzung sehr nah an zwei Tage. USB-C PD mit bis zu 30 W lädt schnell genug.

Kabellos sind es 15 W über Qi2. Durch Pixel Snap sitzen Ladegeräte magnetisch perfekt.

Die Pixel-10-Serie unterstützt kein Battery Share mehr – ein Feature, das es früher gab.

Das Google Pixel 10 lädt hervorragend mit MagSafe-Ladegeräten, in diesem Fall mit einem Produkt, das ursprünglich exklusiv für iPhones hergestellt wurde.

Pro und XL – lohnen sie sich?

Die größeren Modelle bieten mehr Display, RAM und Speicher sowie exklusive Kamera- und Videofeatures. Preislich startet das Pixel 10 bei rund 799 $, Pro bei 999 $ und Pro XL bei 1099 $. In Europa liegen die Straßenpreise bei etwa 800–1100 €. Angesichts der starken Ausstattung ist das Basismodell aber der spannendste Kauf.

Vergleich mit iPhone 17 und anderen Konkurrenten

iPhone 17: Endlich mit 120-Hz-OLED, Always-On und 7 Jahren Updates. Es fehlt jedoch eine Telelinse – hier hat Pixel 10 die Nase vorn. Apple punktet mit starker Videoqualität und der A19-Performance. Wer KI-Funktionen wie Transkription oder Fotobearbeitung schätzt, findet im Pixel die innovativere Lösung.

Samsung Galaxy S25 Ultra: Größer, mehr Linsen, S-Pen und absolute Spitzenhardware. Doch Bilder wirken teils überbelichtet. Pixel liefert oft stimmigere Farben direkt aus der Kamera und profitiert von der reinen Android-Erfahrung mit schnellen Updates.

OnePlus 13 Pro, Xiaomi 15 Ultra: Bieten meist schnelleres Laden oder bessere Preise. Doch Pixel 10 glänzt mit der besten Balance aus Hard- und Software, besonders bei der KI.

Fazit

Das Google Pixel 10 kombiniert elegantes Design, starke Kamera und zukunftsweisende KI in einem benutzerfreundlichen Gesamtpaket. Es ist vielleicht nicht das schnellste Smartphone der Welt, doch das Zusammenspiel von Display, Kamera und Software macht es zu einem der besten Geräte des Jahres. Für die meisten Nutzer ist das Basismodell die klare Empfehlung; Pro und Pro XL lohnen sich für alle, die maximale Features in Sachen Zoom, Selfies und Video wollen.